Chanon

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Herbizid für den Feld- und Gemüsebau gegen einjährige Unkräuter und Ungräser


Wirkstoff / Gehalt:
49.7% (600 g/l) Aclonifen

Formulierung:
Suspensionskonzentrag (SC)

Verpackung:
5 l
Karton 4 x 5 l

Herbizid für den Feld- und Gemüsebau gegen einjährige Unkräuter und Ungräser


Wirkstoff / Gehalt:
49.7% (600 g/l) Aclonifen

Formulierung:
Suspensionskonzentrag (SC)

Verpackung:
5 l
Karton 4 x 5 l

Anwendung:

im Feldbau:

​Ackerbohnen, Eiweisserbsen, Kartoffeln, Sonnenblumen 2): ​Dosierung 3 l/ha. Anwendung: Im Vorauflauf.

Eiweisserbsen 1): Dosierung 1 l/ha. Anwendung im Nachauflauf.

im Gemüsebau:

Erbsen 1): Dosierung 1 l/ha im Nachauflauf und 2 l/ha im Vorauflauf. Nachfolgearbeiten in behandelten Kulturen: bis 48 Stunden nach Ausbringung des Mittels Schutzhandschuhe und Schutzanzug tragen.

Karotten: Vorauflauf 2): Dosierung 3 l/ha. Anwendung im Vorauflauf. Wartefrist: 80 Tage. Angegebene Aufwandmenge entspricht der total bewilligter Menge. Nachfolgearbeiten in behandelten Kulturen: bis 48 Stunden nach Ausbringung des Mittels Schutzhandschuhe und Schutzanzug tragen.

​Karotten: Nachauflauf und Splitbehandlung 1) Dosierung: 2 - 2.5 l/ha. Anwendung im Nachauflauf. Wartefrist: 70 Tage. Anwendung Splitbehandlung: 1 - 1.5 l/ha im Vorauflauf (unmittelbar nach der Saat) plus 1.0 l/ha im Nachauflauf (BBCH 13). Angegebene  Aufwandmenge entspricht der total bewilligter Menge. Nachfolgearbeiten in behandelten Kulturen: bis 48 Stunden nach Ausbringungdes Mittels Schutzhandschuhe und Schutzanzug tragen.

Knoblauch, Schalotten (gesteckt),  Zwiebeln (gesteckt) 2): Dosierung 3 l/ha. Anwendung im Vorauflauf. Keine Anwendung auf Sandböden. Angegebene Aufwandmenge entspricht total bewilligter Menge. Nachfolgearbeiten in behandelten Kulturen: bis 48 Stunden nach Ausbringung des Mittels Schutzhandschuhe und Schutzanzug tragen.

Knollenfenchel (gepflanzt) 1): Dosierung 2 l/ha. Anwendung unmittelbar vor der Pflanzung. Wartefrist: 70 Tage. Knollenfenchel (gesät) 1):  Dosierung 2 l/ha. Anwendung im Vorauflauf , unmittelbar bis 2 Tage nach der Saat. Wartefrist 90 Tage. Risiko von vorübergehenden Blattchlorosen unmittelbar nach der Behandlung. Nachfolgearbeiten in behandelten Kulturen: bis 48 Stunden nach Ausbringung des Mittels Schutzhandschuhe und Schutzanzug tragen.

Linsen (Vorauflauf) 2): ​Dosierung 3 l/ha. Anwendung im Vorauflauf. Wartefrist: 80 Tage. Angegebene Aufwandmenge entspricht der total bewilligter Menge. Nachfolgearbeiten in behandelten Kulturen: bis 48 Stunden nach Ausbringung des Mittels Schutzhandschuhe und Schutzanzug tragen.

Linsen (Splittbehandlung) 1): ​Dosierung 3 l/ha. Anwendung: Splitbehandlung: 2.0 /ha im Vorauflauf plus 1.0 l/ha oder 2 x 0.5 l/ha im Nachauflauf  (3 bis 9 Blattstadium der Kultur). Angegebene Aufwandmenge entspricht der total bewilligter Menge. Nachfolgearbeiten in behandelten Kulturen: bis 48 Stunden nach Ausbringung des Mittels Schutzhandschuhe und Schutzanzug tragen.

Sellerie 1): ​Dosierung 2 l/ha. Anwendung nach dem Anwachsen der Kultur, ca. 7 Tage nach der Pflanzung. Wartefrist: 90 Tage. Risiko von vorüber-gehenden Blattchlorosen unmittelbar nach der Behandlung. Nachfolgearbeiten in behandelten Kulturen: bis 48 Stunden nach Ausbringung des Mittels Schutzhandschuhe und Schutzanzug tragen.

Auflagen:

1) Spe3: Zum Schutz von Gewässerorganismen vor den Folgen von Drift eine unbehandelte Pufferzone von 20m zu Oberflächengewässern einhalten. Zum Schutz vor den Folgen einer Abschwemmung eine mit einer geschlossenen Pflanzendecke bewachsene Pufferzone von mindestens 6 m einhalten. Reduktion der Distanz aufgrund von Drift und Ausnahmen gemäss den Weisungen des BLW.

2) Spe3: Zum Schutz von Gewässerorganismen vor den Folgen von Drift eine unbehandelte Pufferzone von 50 m zu Oberflächengewässern einhalten. Zum Schutz vor den Folgen einer Abschwemmung eine mit einer geschlossenen Pflanzendecke bewachsene Pufferzone von mindestens 6 m einhalten. Reduktion der Distanz aufgrund von Drift und Ausnahmen gemäss den Weisungen des BLW.

Eigenschaften und Wirkungsweise:

Chanon ist ein Vorauflaufherbizid mit dem Wirkstoff Aclonifen welches von der Unkrautflora hauptsächlich über den Spross aufgenommen wird und somit keimende und auflaufende Samenunkräuter und einjährige Ungräser bis spätestens im Keimblattstadium erfasst. Die Wirkung trifft sofort durch den Kontakt ein, wobei die Unkräuter und Ungräser während dem Auflaufen chlorotisch werden und absterben. Genügend Bodenfeuchtigkeit fördert die Wirkung. Stärker entwickelte Pflanzen werden ungenügend erfasst. Der Einsatz erfolgt in Böden mit mind. 1% bis max. 6% Humusgehalt. In Moorböden mit mehr als 6% Humus lässt die Wirkung nach. Chanon nicht in sandigen Böden anwenden.

Wirkungsspektrum:

​​Sehr gute bis gute Wirkung (3 l/ha; Vorauflauf): Ackerfuchsschwanz, Ackergänsedistel, Acker-Hellerkraut, Ackersenf, Ackervergissmeinnicht, Amarant-Arten Ampferknöterich, Ausfallraps, Echte Kamille, Ehrenpreis-Arten, Einjähriges Bingelkraut, Einjähriges Rispengras, Gänsefuss-Arten, Gemeiner Erdrauch, Gemeines Kreuzkraut, Hederich, Hirtentäschelkraut, irsen, italienisches Raygras, Kleinblütiges Franzosenkraut, Kleine Brennessel, Klettenlabkraut, Mohn, Pfirsichblättriger Knöterich, Rote Taubnessel, Sonnen-Wolfsmilch, Vogelknöterich, Vogelmiere, Windhalm

​Teilwirkung bis ungenügende Wirkung: Ausfallgetreide, Flughafer, Gemeine Quecke, Acker-Stiefmütterchen, Hohlzahn, Hunspetersilie, Kletten-labkraut (auf stark humosen Böden), Schwarzer Nachtschatten, Storchschnabel, Vogel-Wicke, Windenknöterich, Wurzelunkräuter.

​Im Gemüsebau werden zusätzlich Kleinblütiges Franzosenkraut und Knöterich-Arten im frühen Nachauflauf (Kontaktwirkung) gut erfasst. Die Wirkung von Chanon kann je nach Kultur und gemäss Beratungsempfehlungen durch den Zusatz von anderen Herbiziden verstärkt werden. Bitte Beratungsdienst vorher kontaktieren.

Mischbarkeit:

Chanon ist mit diversen Herbiziden mischbar. Bei Mischungen bitte unseren Beratungsdienst konsultieren. Bei Mischungen sind die Vorschriften der anderen Produkte ebenfalls zu berücksichtigen! Keine Tankmischungen bei Knollenfenchel und Sellerie.

Ansetzen der Spritzbrühe: ​Vor Gebrauch gut schütteln. Das Produkt bei laufendem Rührwerk direkt in den halb mit Wasser gefüllten Tank einfüllen. Bei Mischungen zuerst feste Formulierungen dazugeben und flüssige Produkte erst nach deren Auflösung einfüllen. Die Spritzbrühe sofort nach Vor-bereitung ausbringen.

Diverses:

Kulturverträglichkeit: Gemüsebau: Knollenfenchel, Sellerie: Risiko von vorübergehenden Blattchlorosen unmittelbar nach der Behandlung. Keine Tankmischungen! Feldbau: Spezifische Sortenempfindlichkeit wurde weder bei Kartoffeln, Ackerbohnen, Erbsen oder Sonnenblumen festgestellt.

Nachbau:

​Folgekulturen können erst nach 12 Wochen nachgebaut werden. Bei frühzeitigem Umbruch der Kultur können erst nach einer Pflugfurche Eiweiss-erbsen, Kartoffeln, Mais, Sojabohnen oder Sonnenblumen angebaut werden.